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Rohmaterial-Verwaltung

Rohmaterial in Rayforge repräsentiert das physische Material, das du schneiden oder gravieren wirst. Rohmaterial ist ein dokument-weites Konzept—dein Dokument kann ein oder mehrere Rohmaterial-Elemente haben, die unabhängig von Ebenen existieren.

Rohmaterial hinzufügen

Rohmaterial repräsentiert das physische Stück Material, mit dem du arbeiten wirst. Um Rohmaterial zu deinem Dokument hinzuzufügen:

  1. Im Rohmaterial-Panel in der Seitenleiste auf die Schaltfläche Rohmaterial hinzufügen klicken
  2. Ein neues Rohmaterial-Element wird mit Standardabmessungen erstellt (80% deines Maschinen-Arbeitsbereichs)
  3. Das Rohmaterial erscheint als Rechteck im Arbeitsbereich, zentriert auf dem Maschinenbett

Rohmaterial-Eigenschaften

Jedes Rohmaterial-Element hat die folgenden Eigenschaften:

  • Name: Ein beschreibender Name zur Identifizierung (automatisch nummeriert als "Rohmaterial 1", "Rohmaterial 2", usw.)
  • Abmessungen: Breite und Höhe des Rohmaterials
  • Dicke: Die Materialstärke (optional, aber empfohlen für genaue 3D-Vorschau)
  • Material: Die Art des Materials (im nächsten Schritt zugewiesen)
  • Sichtbarkeit: Umschalten, um Rohmaterial im Arbeitsbereich anzuzeigen/verstecken

Rohmaterial-Elemente verwalten

  • Umbenennen: Den Rohmaterial-Eigenschaften-Dialog öffnen und das Namensfeld bearbeiten
  • Größe ändern: Rohmaterial-Element im Arbeitsbereich auswählen und die Eckgriffe zum Skalieren ziehen
  • Bewegen: Rohmaterial-Element im Arbeitsbereich auswählen und zum Neupositionieren ziehen
  • Löschen: Auf die Löschen-Taste (Papierkorb-Symbol) neben dem Rohmaterial-Element im Rohmaterial-Panel klicken
  • Eigenschaften bearbeiten: Auf die Eigenschaften-Taste (Dokument-Symbol) klicken, um den Rohmaterial-Eigenschaften-Dialog zu öffnen
  • Sichtbarkeit umschalten: Auf die Sichtbarkeit-Taste (Augen-Symbol) klicken, um das Rohmaterial-Element anzuzeigen/verstecken

Material zuweisen

Nachdem du Rohmaterial definiert hast, kannst du ihm ein Material zuweisen:

  1. Im Rohmaterial-Panel auf die Eigenschaften-Taste (Dokument-Symbol) beim Rohmaterial-Element klicken
  2. Im Rohmaterial-Eigenschaften-Dialog auf die Auswählen-Taste neben dem Material-Feld klicken
  3. Durch deine Materialbibliotheken browsen und das entsprechende Material auswählen
  4. Das Rohmaterial wird aktualisiert, um das visuelle Erscheinungsbild des Materials anzuzeigen

Material-Eigenschaften

Materialien definieren die visuellen Eigenschaften deines Rohmaterials:

  • Visuelles Erscheinungsbild: Farbe und Muster zur Visualisierung
  • Kategorie: Gruppierung (z.B. "Holz", "Acryl", "Metall")
  • Beschreibung: Zusätzliche Informationen über das Material

Hinweis: Materialeigenschaften sind in Materialbibliotheken definiert und können nicht durch den Rohmaterial-Eigenschaften-Dialog bearbeitet werden. Die Rohmaterial-Eigenschaften ermöglichen es dir nur, einem Rohmaterial-Element ein Material zuzuweisen.

Werkstücke in Rohmaterial umwandeln

Du kannst jedes Werkstück in ein Rohmaterial-Element umwandeln. Dies ist nützlich, wenn du ein unregelmäßig geformtes Materialstück hast und dessen genaue Umrisse als Rohmaterial-Grenze verwenden möchtest.

So wandelst du ein Werkstück in Rohmaterial um:

  1. Rechtsklick auf das Werkstück in der Zeichenfläche oder im Dokument-Panel
  2. Wähle In Rohmaterial umwandeln aus dem Kontextmenü
  3. Das Werkstück wird durch ein neues Rohmaterial-Element mit der gleichen Form und Position ersetzt

Das neue Rohmaterial-Element:

  • Verwendet die Geometrie des Werkstücks als Begrenzung
  • Übernimmt den Namen des Werkstücks
  • Kann wie jedes andere Rohmaterial-Element ein Material zugewiesen bekommen

Auto-Layout

Die Auto-Layout-Funktion hilft dir, deine Designelemente effizient innerhalb von Rohmaterial-Grenzen anzuordnen:

  1. Die Elemente auswählen, die du anordnen möchtest (oder nichts auswählen, um alle Elemente in der aktiven Ebene anzuordnen)
  2. Auf die Anordnen-Taste in der Symbolleiste klicken und Auto-Layout (Werkstücke packen) wählen
  3. Rayforge wird die Elemente automatisch anordnen, um die Materialnutzung zu optimieren

Auto-Layout-Verhalten

Der Auto-Layout-Algorithmus ordnet Elemente innerhalb der sichtbaren Rohmaterial-Elemente in deinem Dokument an:

  • Wenn Rohmaterial-Elemente definiert sind: Elemente werden innerhalb der Grenzen sichtbarer Rohmaterial-Elemente angeordnet
  • Wenn kein Rohmaterial definiert ist: Elemente werden über den gesamten Maschinen-Arbeitsbereich angeordnet

Der Algorithmus berücksichtigt:

  • Element-Grenzen: Respektiert die Abmessungen jedes Designelements
  • Rotation: Kann Elemente in 90-Grad-Schritten für bessere Passung drehen
  • Abstand: Hält einen Rand zwischen Elementen ein (Standard 0.5mm)
  • Rohmaterial-Grenzen: Hält alle Elemente innerhalb der definierten Grenzen

Manuelle Layout-Alternativen

Wenn du mehr Kontrolle bevorzugst, bietet Rayforge auch manuelle Layout-Werkzeuge:

  • Ausrichtungs-Werkzeuge: Links, rechts, zentriert, oben, unten ausrichten
  • Verteilungs-Werkzeuge: Elemente horizontal oder vertikal verteilen
  • Individuelle Positionierung: Klicken und Elemente ziehen, um sie manuell zu platzieren

Tipps für effektive Rohmaterial-Verwaltung

  1. Mit genauen Rohmaterial-Abmessungen beginnen - Miss dein Material präzise für beste Ergebnisse
  2. Beschreibende Namen verwenden - Benenne deine Rohmaterial-Elemente klar (z.B. "Birken-Sperrholz 3mm")
  3. Material-Dicke einstellen - Dies kann für zukünftige Berechnungen und Referenz nützlich sein
  4. Materialien früh zuweisen - Dies stellt korrekte visuelle Darstellung von Anfang an sicher
  5. Unregelmäßiges Rohmaterial für Reststücke verwenden - Wandle Werkstücke in Rohmaterial um, wenn du Restmaterial mit benutzerdefinierten Formen verwendest
  6. Passung vor dem Schneiden überprüfen - Die 2D-Ansicht verwenden, um zu verifizieren, dass alles auf dein Rohmaterial passt

Fehlerbehebung

Auto-Layout funktioniert nicht wie erwartet

  • Sicherstellen, dass mindestens ein Rohmaterial-Element sichtbar ist
  • Sicherstellen, dass Elemente nicht gruppiert sind (zuerst Gruppierung aufheben)
  • Versuchen, die Anzahl der gleichzeitig ausgewählten Elemente zu reduzieren
  • Verifizieren, dass Elemente in die Rohmaterial-Grenzen passen